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Zu welcher Uhrzeit wird im DES getippt?

04.11.2018

Diagramm, das die Bearbeitungen pro Tag und Stunde zeigtBei den umfangreichen DES Projekten liegen große Mengen anonymisierter Nutzungsdaten vor, mit denen man interessante Auswertungen machen...

Weiterer Meilenstein erreicht

05.09.2018

Mit dem heutigen Tag wurden die fehlenden Einträge der Listen des Jahrgangs 1914 der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten des 1. Weltkriegs indexiert.
Die Indexierer können stolz sein, stehen sie doch auch ganz kurz vor der "ersten Million" von circa 2,7 Millionen Datensätzen insgesamt.

Thema Berufe in der COMPUTERGENEALOGIE 03/2018

16.05.2018

Die Ausgabe 3/2018 der COMPUTERGENEALOGIE wird sich mit dem Thema Berufe beschäftigen.Die Redaktion freut sich hierzu über Zuschriften von Mitgliedern.

GOV-Workshop 2018 in Stuttgart

03.05.2018

Nach den beiden GOV-Workshops in Büdelsdorf und Köln, wurde bei der MV in Sindelfingen der Wunsch geäußert, einen solchen Workshop auch für die südlichen Landesteile zu organisieren.

Dieser Workshop richtet sich an alle Interessenten, die das Projekt Geschichtliches-Orts-Verzeichnis, kurz GOV, durch ihre Mitarbeit unterstützen wollen. Das Projekt ist unter http://wiki-de.genealogy.net/GOV beschrieben.

43.000 haben wir schon! DES-Projekt

30.04.2018

43.000 haben wir schon!

Zum Start des DES-Projektes "Kartei Leipziger Familien"

Ein paar Wochen ist er schon her, der informelle Start des Projektes, über das wir nun auch offiziell informieren wollen. Punktgenau zum bundesweiten Tag der Archive am 3. März 2018 ging das Kooperationsprojekt "Kartei Leipziger Familien" online, ruckelte sich ein und entwickelt sich nun bereits prächtig. Es resultiert aus dem Ausbau der Kooperation zwischen dem Verein für Computergenealogie e. V. (CompGen) und dem Sächsischen Staatsarchiv, dort konkret dem Staatsarchiv Leipzig, Referat 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie / Sonderbestände. Worum geht es?

Verlustlisten des 1. Weltkrieges – Suche in beiden Listen!

29.04.2018

Inzwischen haben wir mehr als 600.000 Datensätze in den Österreich-Ungarischen Verlustlisten des 1. Weltkriegs indexiert.

Diese enthalten nicht nur Verwundete, Gestorbene und Kriegsgefangene, sondern auch Zurückgekehrte!

Weil es Meldungen zu Soldaten aus Deutschland in den öst.-ung. Listen und andererseits Meldungen zu Personen aus dem damaligen Habsburgerreich in den deutschen Listen gibt, kann es Sinn machen, auch in der jeweils anderen Liste zu forschen.

Eine Suche nach dem Ort Trautenau in Böhmen z.B. ergibt in den deutschen Verlustlisten 126 Treffer und in den öst.-ung. Verlustlisten (bisher) 25 Treffer - ein wichtiger Hinweis bei Nachforschungen in diesen Regionen und in diesem Zeitfenster.

CompGen auf der GGSMN Spring Conference in Minneapolis

24.04.2018

Am 20. und 21. April 2018 fand in Inver Grove Heights (südwestlich von Minneapolis, Minnesota) die Spring Conference der Germanic Genealogy Society statt. Timo Kracke vom Verein für Computergenealogie war eingeladen worden hier vier Vorträge zu halten.

Die Germanic Genealogy Society hat über 900 Mitglieder und hat mit ihrem Schwerpunktthema, der Erforschung von Familien aus dem deutschsprachigen Gebieten, ein starkes Interesse daran Ihren Mitgliedern und anderen Interessierten CompGen und weitere genealogische Vereine aus Deutschland näher zu bringen.

 

Die folgenden Vorträge wurden vom Organisationskommitee ausgewählt: 

  • Start your research for german ancestors with genealogy.net
  • Research former german territories with AGoFF
  • Historical geo information system GOV and historic city directories
  • Ortsfamilienbücher, user family trees and meta search on genealogy.net

 

Die Veranstaltung selbst wurde in der Lutheran Church in Inver Grove gehalten. Insgesamt waren neben 80 Mitgliedern eine Reihe von Ausstellern und weitere Vortragende wie Kim Ashford, Diane Schmidt, Margie Deutsch und Wade Olsen für eine Podiumsdiskussion über Reisen nach Deutschland anwesend. 

Neben den Vorträgen und der Podiumsdiskussion gab es gemeinsames Essen bei gut bürgerlicher deutscher Küche und sogenannte Connections Sessions bei denen sich die Forscher über ihre Forschungsgebiete austauschen konnten.

 

Die Vorträge von Timo Kracke waren jeweils komplett besucht und es gab neben vielen Einzel- und Detailfragen über CompGen und weitere Vereine in Deutschland großes Interesse an den dargestellten Projekten. Auch wenn bereits mehrere Besucher die Seiten von genealogy.net kannten, konnte viel zusätzliches Wissen vermittelt werden.

Eine gelungene Veranstaltung der GGSMN und tollen Gastgebern die sich gut um ihre Gäste gekümmert haben!

Timo Kracke

CompGen Mitgliederversammlung, Sindelfingen, April 2018

09.04.2018

Die diesjährige CompGen Mitgliederversammlung fand am 8.4.2018 in Sindelfingen statt. Schon am Freitag trafen sich etliche Vereinsmitglieder zu Exkursionen und zu einem gemütlichen Beisammensein. Am Samstag fanden ganztägig Vorträge und interessante Diskussionsrunden statt und es gab eine faustdicke Überraschung: bald können Kirchenbücher bei ARCHION und ICARUS/MATRICULAmit dem DES erfasst werden und sind dann anschliessend bei CompGen kostenfrei durchsuchbar.

Verlustliste Österreich-Ungarn: eine halbe Million Einträge

03.03.2018

Bei der Erfassung der Verlustliste Österreich-Ungarn mit dem DES wurden eine halbe Million Einträge bearbeitet. Zeit für ein paar neue Auswertungen...Karte Verluste pro 100.000 Einwohner

Videos des GOV-Workshop Büdelsdorf

18.02.2018

Die genaue Ortsbestimmung ist in der Familienforschung ein unerlässliches Hilfsmittel. Um die Ortsverwaltung in der Genealogie einfacher zu gestalten und um qualitativ hochwertige Daten für jedermann bereitzustellen, wurde das Projekt Geschichtliches-Orts-Verzeichnis (GOV) initiiert. Große Bedeutung für die Familienforscher haben die enthaltenen Angaben wie geographische Lage des Ortes, verschiedene Schlüsselzahlen, andere oder frühere Namen und historische Zugehörigkeit. Im GOV sind Kirchen, Kirchenkreise, Orte, Landkreise, Regionen u. ä. zu finden. 

Das GOV ist wie alle CompGen-Projekte als Mitmachprojekt ausgelegt. Ein Bearbeiter muss neben dem Fachwissen oder entsprechender Literatur über die Ortsstrukturen ebenfalls über Grundwissen für die Bearbeitung in der GOV-Datenbank verfügen. Im letzten Jahr fanden hierzu zwei Workshops unter dem Titel "GOV-Workshop, Einführung für Anfänger und zukünftige Bearbeiter" statt. Im Rahmen dieser Workshops wurde die verfügbare Literatur über Ortsstrukturen und Methoden zur Bearbeitung der GOV-Datenbank gezeigt.
Die Teilnehmer der Workshops lernten neue und fehlende Daten ihres Forschungsgebietes anzulegen und fehlerhafte Eingaben zu korrigieren. Die Workshops verwendeten als Grundlage lokale Orte, wobei die Systematik auf andere Regionen in Deutschland angewendet werden kann.

 

Ingrid Reinhardt war mit Kamera bei den Workshops dabei und hat sie für CompGen festgehalten. Hiermit hat nun jedermann auch die Möglichkeit in die Themen des Workshop herein zu schauen. Die YouTube Playliste zum Workshop Büdelsdorf findet sich hier: YouTube Playliste

 

 

Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich bei den Organisatoren in Büdelsdorf (Klaus Vahlbruch & Klaus Kohrt) und Köln (Horst Reinhardt) und bei den Referenten Dr. Jesper Zedlitz und Peter Lingnau, sowie Ingrid Reinhardt für die Video-Aufzeichnungen und Schnitt.

Verlustliste Österreich-Ungarn – neue Auswertungen

25.01.2018

Letzte Woche wurde die Zahl von 400.000 erfassten Einträgen bei der VerluHerkunft der GARstliste Österreich-Ungarn überschritten. Daher ist es Zeit, mal wieder ein paar Auswertungen durchzuführen.

Austria-Hungary casualty lists - initial evaluations

10.12.2017

Karte Österreich-Ungarns mit Angabe der relativen VerlustanzahlThe transcription of the Austria-Hungary casualty lists is very well received. Time to create a few initial evaluations based on the data!

Verlustlisten Österreich-Ungarn - erste Auswertungen

06.12.2017

Karte Österreich-Ungarns mit Angabe der relativen VerlustanzahlDie Erfassung der österreich-ungarischen Verlustlisten läuft sehr gut an. Zeit, um ein paar erste Auswertungen aufgrund der Daten zu erstellen!

Erfassung der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten

14.11.2017

Screenshot der Erfassungsoberfläche mit gelben BalkenErfassung der Österreichisch-Ungarischen Verlustlisten als Gemeinschaftsprojekt

Im Rahmen des monatlichen Treffens von Familia Austria in Wien wurde die Erfassung der österreichisch-ungarischen Verlustlisten aus dem 1. Weltkrieg mit Hilfe des Daten-Eingabe-Systems DES und OCR-Erkennung gestartet.

Aktuelles vom Grabstein-Projekt

08.10.2017

Die Datenbank *Grabsteine* beinhaltet aktuell Dokumentationen von rund 4.300 Friedhöfen.

Die ehrenamtlichen Fotografen vom Grabstein-Projekt haben insgesamt 1,6 Millionen Fotos gemacht und erfassten Namen und Daten von mehr als 2,5 Millionen verstorbenen Personen.
Sämtliche Fotos und Daten sind öffentlich und kostenlos einsehbar.

http://grabsteine.genealogy.net

69. Deutscher Genealogentag, Dresden #69DGT17

30.09.2017
Vom 22. bis 25. September 2017 wurde im Hotel Elbflorenz im World Trade Center (WTC), Dresden, vom Dresdner Verein für Genealogie e.V. der 69. Deutsche Genealogentag ausgerichtet. Thema der Tagung war „Europa in unseren Wurzeln – Sachsen und seine Nachbarn“. Es gab über 30 Fachvorträge und Workshops für Fortgeschrittene, aber auch ein Programm für Neulinge und Einsteiger ins Thema Ahnenforschung. Das Medieninteresse war bereits im Vorfeld groß, zahlreiche Beiträge mit positiver Darstellung unseres spannenden Hobbys sind in Presse und Rundfunk erschienen.
 
Bereits im Vorfeld hatten sich über 700 Teilnehmer angemeldet. Durch die zentrale Lage des WTC fanden weitere interessierte Tagesgäste Zugang zu der Ausstellung. CompGen war mit einem großen Ausstellungsstand in der Mitte des WTC mit einem schlagkräftigen Team vor Ort. Darunter etliche Vorstandsmitglieder, Horst Reinhardt von der Geschäftsstelle und seine Frau Ingrid sowie die Vereinsmitglieder Gerda Steffens und Yvonne Hausheer.
 
Aus dem Kreise der Besucher konnten wir in diesem Jahr 9 Neumitglieder begrüßen, wobei die weibliche Quote mit 7 Neumitgliederungewöhnlich hoch ist.
 
Timo Kracke hat im Rahmen des Einsteigerprogramms den Vortrag "CompGen – Datenbanken von Genealogen für Genealogen" gehalten und damit über die Aktivitäten des Vereins für Computergenealogie und die Forschungsmöglichkeiten in den Datenbanken von www.genealogy.net berichtet.
 
Bei einer gut besuchten Podiumsdiskussion: „Wie machen wir Ahnenforschung jünger? – Thesen für ein neues Interesse an unserem Hobby“ war Timo Kracke ebenfalls dabei und hat, moderiert von Matthias Daberstiel, zusammen mit Alexandra Rudhart, Journalistin und Pressesprecherin von Ancestry Deutschland, Barbara Schmidt, Social-Media-Expertin und dem Blogger Lars Thiele über das spannende Thema gesprochen. Eine Zusammenfassung der Diskussion findet sich im Blog von Barbara Schmidt.
 
Am Samstag Abend fand im "Italienischen Dörfchen" ein CompGen-Abend statt, zu dem fast 40 Mitglieder zu einem gemütlichen Austausch zusammengekommen sind.
Der Sonntag wurde unter dem Motto "Tag der Familie" veranstaltet. Es wurden Bereiche eingerichtet, die insbesondere das jüngere Publikum ansprechen sollten. Tanja Bals hat sich mit ihren Erfahrungen aus dem eigenen Projekt Familien-Zeitreise hier mit eingebracht und das Team aus Dresden unterstützt. Paralell fand auch die jährliche Mitgliederversammlung der DAGV statt, bei der unsere Vorsitzende Susanne Nicola über die Leistungen von CompGen im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der DAGV informierte.
 
Weitere Bilder und sonstige Eindrücke gibt es direkt auf der Website des Genealogentag www.genealogentag.de, aber auch im Blog von Tanja Bals.
 
Es war schön, einige von Euch auch persönlich in Dresden zu treffen und wir freuen uns schon aufs nächste Mal. 
Der 70. Deutsche Genealogentag wird vom 05.-07.10.2018 in Melle (bei Osnabrück) vom Arbeitskreis Familienforschung Osnabrück e.V. (OSFA) ausgerichtet.
 
Euer CompGen-Vorstand

Stammtafelsammlung aus Rösch-Nachlass nun online

17.09.2017

Ein weiteres umfangreiches Projekt ist nun abgeschlossen und bereichert unsere Genwiki-Seiten.

Das Ehepaar Reinhardt hat die umfangreiche Stammtafelsammlung aus dem Nachlass von Prof. Siegfried Rösch zur Bearbeitung erhalten. Die Sammlung ist Teil des erheblichen Nachlassbestandes von Siegfried Rösch, der von Arndt Richter aus München verwaltet wird. Von ihm stammt auch die Idee zur Onlinestellung, die dann durch die Kontakte zum Ehepaar Reinhardt zur Umsetzung führte. So wurden die handschriftlich erstellten Dokumente digitalisiert, bearbeitet, online-gestellt und einzeln verlinkt. Das Ergebnis sind 7784 Stammtafeln aus 26 vollen Aktenordnern.
Erschwerend bei der Bearbeitung war dabei die Tatsache, dass damals jedes verfügbare Papierstück Verwendung fand. So gab es nicht selten mit Bleistift erstellte Tafeln auf der Rückseite von Werbebriefen, privaten Dokumenten usw., die beim Scannen durchschienen. Mit dabei waren häufig aneinandergeklebte Blätter, um die teils umfangreichen Familienzusammenhänge darzustellen.

Die Originale werden am Genealogentag in Dresden dem Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig gemäß Nachlassverfügung übergeben (Bestand 22283 Genealogischer Nachlass Siegfried Rösch). Prof. Rösch legte seit 1921 für jeden Familiennamen und jeden Familienstamm mit Bezug zu Rösch ein eigenes Blatt an (siehe Erläuterungen zu den Stammtafelblättern im Genwiki). Eine Erweiterung führte schließlich zur Stammtafelsammlung der familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft Wetzlar.

Online-Stammtafelsammlungen:

http://wiki-de.genealogy.net/Stammtafeln_im_Familien-Archiv_R%C3%B6sch_-_Kosmos_1
http://wiki-de.genealogy.net/Stammtafeln_im_Familien-Archiv_R%C3%B6sch_-_Kosmos_2

Siegfried Rösch im GenWiki: http://wiki-de.genealogy.net/R%C3%B6sch

Horst Reinhardt

CompGen beim Schwedischer Genealogentag

31.08.2017

Am Wochenende 26./27.2017 fand der diesjährige schwedische Genealogentag in Halmstad in Westschweden statt. 9 Vereine aus Deutschland und der Dachverband DAGV waren auf einem deutschen Stand erstmals mit dabei. Siehe dazu auch die Bilderserie. Die Veranstaltung war in der großen Sportarena in zwei Hallen hervorragend organisiert von der lokalen Familienforschergruppe. 

Vier Vortragssäle (bis zu 1000 Personen) waren bei den Vorträgen gut gefüllt. Während in der Halle B ein großes Cafe und die Stände von lokalen Gruppen aus der Umgebung von Halmstad plaziert waren, gab es in der großen Halle sechs große Stände (Schwedischer Dachverband, FamilySearch, Ancestry, MyHeritage, LivingDNA und der größte Stand vom Einzelverband der Computergenealogen DIS (mit 23.000 Mitgliedern!) und 50 weitere Stände aus ganz Skandinavien aufgebaut worden. 

Am ständig umlagerten deutschen Stand waren neben Compgen (Helga Scabell, Barbara Schmidt, Günter Junkers) die AGoFF (Gabi Drop), VFFOW (Anorte Großkreutz), Pommerscher Greif (Peter Jahnke), Thüringer Familienforscher/DAGV (Christian Kirchner), Hessische Familienforscher (Gustav Eichbaum), die deutsch-schwedischen G-Gruppen (Hans Dieter Grahl und Jan Åke Hager) und Archion (Harald Müller-Bauer) mit dabei. Den in schwedischer Sprache gehaltenen Vortrag von Christian Kirchner über Familienforschung in Deutschland haben über 300 Zuhörer verfolgt. Viele besuchten danach unseren Stand. Fast alle Besucher am Stand forschten nach ihren deutschen Vorfahren. 

Die Veranstalter meldeten am Ende 5375 Besucher. Die zentral bereitgestellten Möglichkeiten zur Familienforschung in Schweden sind wesentlich besser organisiert als in Deutschland, davon können wir hier nur träumen.

Günter Junkers

Qualitätsoffensive beim GOV

27.08.2017

Beim Geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV hat eine Qualitätsoffensive begonnen. Das Daten-Erfassungssystem DES wurde technisch so erweitert, dass es nun möglich ist, während der Eingabe Daten aus dem GOV abzufragen. Auf diese Weise lassen sich ortsbezogene historische Quellen sehr effizient und präzise auswerten.

Den Anfang machte das "Standesamts-Lexikon für das Königreich Preussen" aus dem Jahre 1884. Mit Hilfe des innerhalb einer Woche von 19 Freiwilligen bearbeiteten ersten Teils des Buches konnten die mehr als 11.000 Standesämter in Preußen im GOV vervollständigt werden. Der zweite Teil enthält eine Zuordnung von Gemeinden zu den Standesämtern. Hier wird noch von Seiten der Informatik geforscht, wie mit Hilfe von maschineller Texterkennung eine einfachere Bearbeitung möglich ist.

Eine in Bearbeitung befindliche Quelle ist das "Deutsche Kirchliche Adressbuch" aus dem Jahr 1937, dass Informationen über sämtliche deutschen evangelischen Kirchengemeinden enthält. Das GOV enthält zwar bereits seit seiner Frühzeit etwa 25.000 Kirchengemeinden, doch war die Qualität dieser Informationen oft fraglich. Mit Bearbeitung dieses Buches werden wir eine verlässliche Basis im Bereich der evangelischen Kirchen haben.

Als Vorbereitung für den (bereits ausgebuchten) GOV-Workshop am 9. September in Büdelsdorf wurden mehrere Quellen zu Schleswig-Holstein
vorbereitet bzw. schon fertig bearbeitet:

  • Verzeichnis der Amtsbezirke 1914
  • Ortschafts-Verzeichnis Provinz Schleswig-Holstein 1890
  • Wohnplatzverzeichnis 1950
  • Wohnplatzverzeichnis 1964
  • Wohnplatzverzeichnis 1970

Das erste Buch gibt Auskunft über Amtsbezirke (die Verwaltungsebene zwischen Kreis und Gemeinde) sowie zugehörige Gemeinden und Gutsbezirke. Die vier übrigen Bücher liefern präzise Daten zu einzelnen Wohnplätzen.

Für einen weiteren GOV-Workshop am 14. Oktober in Köln wird das "Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der
Prov. Westfalen" aus dem Jahr 1931 vorbereitet, das - ähnlich wie das 1914er Buch zu Schleswig-Holstein - Auskunft über Ämter und Gemeinden gibt.

All das sind aber nur Vorbereitungen und Übungen, um uns mittelfristig mit dem "Gemeindelexikon für das Königreich Preußen" zu beschäftigen. Dieses enthält zu jedem Wohnplatz detaillierte Informationen über Gemeinde, Amtsbezirk, Standesamt, Kirchengemeinden, Anzahl der Gebäude, Einwohner etc. Auch vergleichbare Aufstellungen anderer Regionen sollen folgen.

Wir freuen uns sehr über Hinweise auf weitere ortsbezogene historische Quellen, von denen Sie glauben, dass sie sich für die Verbesserung des GOV eignen. Entsprechende Anregungen nehmen wir unter gov-support@genealogy.net gerne entgegen.

Jesper Zedlitz

Juden in Westfalen und Lippe (JuWeL): ein Online-Projekt

01.07.2017

„JuWeL”: Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich ein großangelegtes Online-Projekt zur Familiengeschichte der Juden in Westfalen und Lippe. Das Landesarchiv NRW, der Verein für Computergenealogie (CompGen) und die Westfälische Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung (WGGF) haben eine Plattform geschaffen, auf der familien- und ortsgeschichtlich Interessierte die jüdischen Personenstandsregister des 19. Jahrhunderts vom heimischen Schreibtisch aus erschließen können. Auf dem 7. Westfälischen Genealogentag in Altenberge bei Münster startete das Projekt im März 2017. Nach drei Monaten haben die freiwilligen Teilnehmer bereits die  Erfassung der Geburten, Heiraten und Todesfälle der Register aus dem Regierungsbezirk Münster abgeschlossen und insgesamt 18.809 Personendatensätze angelegt, die online recherchierbar sind (s. http://juwel.genealogy.net). 

Freigeschaltet sind nun auch die Register aus dem Regierungsbezirk Arnsberg, die nächste Etappe ist somit gestartet. Jeder Interessierte kann sich auf der Projektseite anmelden und beteiligen, wobei er entweder einen bestimmten Ort ansteuern oder sich vom System einfach die nächste noch unbearbeitete Seite vorlegen lassen kann. Einzige Voraussetzung ist eine gewisse Erfahrung mit dem Lesen alter Handschriften, die für Familien- und Heimatforscher aber ohnehin unabdingbar ist. Unterstützt werden die Teilnehmer von den Administratoren Thomas Dickel und David Merschjohann. 

Die Juden- und Dissidentenregister, in denen von 1815 bis zur Einführung der Standesämter 1874 die Geburten, Heiraten und Sterbefälle jener Einwohner Westfalens und Lippes registriert wurden, die nicht den Amtskirchen angehörten, sind fast vollständig und flächendeckend am Standort Detmold des Landesarchivs NRW erhalten. Das ist deutschlandweit eine Besonderheit. Bereits im vergangenen Jahr hat das Landesarchiv digitale Kopien der Register ins Netz gestellt und damit die Grundvoraussetzung für das Projekt geschaffen (www.lav.nrw.de).

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