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50 Prozent der Verlustlisten des 1. Weltkrieges sind indiziert!

01.03.2013

Am Morgen des 1. März 2013 hat Jesper Zedlitz die erweiterte Statistik des Monats Februar an die Verlustlistenerfasser verschickt:

             Seiten                        Einträge
Jahr  gesamt      fertig    fertig   pro Seite   auf unfertigen Seiten
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1914  3.929 3.929 100,00%    902.132       230   
1915  6.964 6.964 100,00%  2.016.805       290   
1916  6.124 3.712  60,61%    959.561       259     21.309
1917  5.253  178    3,39%     47.510       267     16.791
1918  6.224  488    7,84%    136.105       279     13.161
1919  2.696  298   11,05%     51.816       174     13.083

Er schrieb dazu:

"Wer die Online-Statistik verfolgt, hat sicherlich schon gesehen, dass wir demnächst (noch heute?) die Hälfte aller Seiten bearbeitet haben.
Bei 15.595 kompletten Seiten ist dies geschafft."

Inzwischen ist diese 50% Hürde übersprungen! Einen ganz herzlichen Dank und herzlichen Glückwunsch an alle, die dazu als Erfasser und Betreuer beigetragen haben.

Chronologisch befindet sich die Erfassung derzeit im August 1916.

Die Alliierten hatten zu dieser Zeit ihre geplanten Großangriffe gestartet.

Die Schlacht an der Somme begann am 1. Juli 1916. Am 18. November wurde diese britisch-französische Großoffensive abgebrochen. Mit über einer Million getöteten, verwundeten oder vermissten Soldaten (auf allen Seiten) sollte diese Schlacht als verlustreichste des ersten Weltkrieges in die Geschichte eingehen.

An der Ostfront startete die russische Armee am 4. Juni die sog. Brussilow-Offensive. Sie endete am 20. September und war der größte Erfolg der russischen Armee.

Im Rahmen der Isonzo-Schlachten erklärte auch Italien am 28. August dem Deutschen Reich den Krieg. Schon 1915 hatte Deutschland Österreich-Ungarn durch eine Division, das sogenannte Alpenkorps, zur Unterstützung des österreichisch-ungarischen Verbündeten an die Front in Südtirol verlegt worden, da man Süddeutschland gefährdet sah.

Insgesamt beliefen sich die deutschen Verluste allein auf über eine halbe Million Kriegsteilnehmer.

Auch politisch gab es entscheidende Veränderungen:

Kaiser Wilhelm trennte sich anlässlich des Kriegseintritts von Rumänien im August von Generalstabschef Erich von Falkenhayn. Paul von Hindenburg und sein Stabschef Erich Ludendorff traten als 3. OHL seine Nachfolge an. Der sogenannte Hindenburg-Plan beinhaltete Maßnahmen zur verstärkten wirtschaftlichen Mobilisierung Deutschlands, die allerdings von zweifelhaftem Erfolg gekrönt waren.

Faktisch war das Gespann Hindenburg-Ludendorff so mächtig, dass Deutschland zur Militär-Diktatur wurde.

Wer sich noch am Projekt beteiligen möchte, findet hier alle Informationen dazu.

(MLC)

 
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