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Rückblick zur Tagung „Genealogie PLUS" in Marburg

26.11.2016

Vernetzung, Digitalisierung und automatische Handschriftenerkennung: Bericht zur Tagung des Hessischen Landesarchivs am 24./25. November 2016

17 Vorträge zwischen Donnerstagvormittag und Freitagmittag: Die im Hessischen Staatsarchiv Marburg in Verbindung mit co:op – The creative archives' and users' network veranstaltete Tagung „Genealogie PLUS: Partnership, Open Access und maschinengestützte Indexierung“ bot ein intensives Programm. Anders als der Titel vielleicht suggerierte, war die Tagung inhaltlich nicht beschränkt auf genealogische Daten und Forschung im engeren Sinne. Sie zeigte vielmehr darüber hinausgehend das enorme Potential, das in einer intensiveren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Archiven, Nutzern und – gemeinnützigen oder kommerziellen – Anbietern liegt.

Angesichts der Fülle der Beiträge und Informationen folgt der Tagungsbericht nicht ihrer chronologischen Reihenfolge oder der Gliederung in drei Sektionen. Eine Online-Stellung der Videomitschnitte der Vorträge über ICARUS ist zudem in Vorbereitung (Dank an Ingrid Reinhardt), so dass die einzelnen Vorträge dann „nachgesehen“ werden können. Da ich als Vertreterin des Vereins für Computergenealogie vor Ort war, gleichzeitig aber engagierte Archivarin bin (und es sich im Kern auch um eine Tagung für eine archivische Zielgruppe handelte), erfolgt mein Bericht aus beiden Perspektiven und gliedert sich in vier inhaltliche Schwerpunkte, die sich m. E. durch die Tagung zogen: 1. Hinwendung der Archive zu den aktuellen und künftigen Nutzern, 2. Digitalisierung als Erweiterung des Archivsprengels, 3. Technische und menschliche Vernetzung sowie 4. Archive als Goldgruben historischer Daten. Aus aktuellem Anlass schließt sich ein Punkt 5. „Doublefold 2.0“ an. Worum ging und geht es?

1. Hinwendung der Archive zu den aktuellen und künftigen Nutzern

Eine gute Nachricht für Menschen, die (auch) Familiengeschichtsforschung betreiben: In Archiven ist etwas in Bewegung geraten. Andreas Hedwig (Hessisches Landesarchiv) stellte einleitend zwar zu Recht fest, dass „Genealogie“ auch heute noch für Staatsarchive kein selbstverständliches Thema sei. Das Hessische Landesarchiv hat sich der großen Nutzergruppe mit familiengeschichtlichen Interessen allerdings zugewendet – die 2016 durchgeführte Nutzerumfrage und jüngst die informative Publikation „Familienforschung im Hessischen Landesarchiv. Spurensuche zu Ihren Vorfahren“ zeugen davon. Auf unserer Mitgliederliste wurde die Publikation samt begleitender Online-Angebote schon lobend vorgestellt; sehr positiv wurde zudem gewertet, dass das Landesarchiv dabei über den Tellerrand (des Archivsprengels) hinaus blickt und nützliche Tipps auch gibt, wo die Forschungen das hessische Territorium verlassen, z. B. bei Auswanderern. Auch die große Nutzerumfrage, die das Archiv des Bistums Passau im Rahmen des READ-Projektes durchgeführt hat (an der sich auch viele Compgen-Mitglieder beteiligt haben dürften), zeugt davon, dass Archive anfangen, sich für ihre Nutzer zu interessieren. Hannelore Putz vom Bistumsarchiv stellte erste Ergebnisse vor, darunter das (das Klischee des „Rentner-Hobbys“ in Frage stellende) Faktum, dass fast die Hälfte der rd. 1000 Personen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, noch im Arbeitsleben steht; 41% der Teilnehmer waren im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. 

Und darüber hinaus: Durch viele Vorträge zog sich wie ein roter Faden, dass jede Art von Interesse an historischen Unterlagen – sei es heimatgeschichtlich, familienkundlich, wissenschaftlich oder in reiner Faszination oder Neugierde begründet – ein legitimes Interesse ist, über das sich Archivarinnen und Archivare freuen können (oder: freuen sollten). Das Internet demokratisiert mit seinen Möglichkeiten den Zugang zu Archivgut – ein Aspekt, auf den u. a. Thomas Aigner in seiner Vorstellung „Von ICARUS zu ICARUS4all: Institutionen und Nutzer vereint in gemeinsamen Zielen“ hinwies. Der Nutzer als Partner auf Augenhöhe: Das wäre ein großer Schritt nach vorne.

2. Digitalisierung als Erweiterung des Archivsprengels

Für fast alle öffentlichen Archive ist ihr „Archivsprengel“ konstitutiv. Er definiert die Zuständigkeit des Archivs für einen konkreten geographischen Raum durch die vergangenen Jahrhunderte bis heute. Aus dem Sprengel ergibt sich, von welchen Behörden, Einrichtungen, Institutionen das Archiv Archivgut verwahrt. Und bis vor zehn, fünfzehn Jahren bildete der Archivsprengel auch den geographischen Raum, aus dem ein großer Anteil der Benutzer eines Archivs kam (auch wenn natürlich auf dem Postweg oder telefonisch auch Anfragen aus einem weiteren Umfeld das Archiv erreichten). Mit der Online-Stellung von Verzeichnungsinformationen, noch mehr mit der Online-Stellung von Digitalisaten und vor allem mit der Auffindbarkeit von Index-Daten in großen Datenbanken / Portalen erweitert sich der Nutzerkreis der Archive jedoch über den ganzen Globus. Die digitalisierte Urkunde aus dem Stadtarchiv Bautzen wird über die Plattform Monasterium.net auch von New York oder Sidney aus bei Interesse gesucht, gefunden und benutzt. Noch aber verharren viele Archivare und Archivarinnen gedanklich in ihrem Archivsprengel und nutzen die sich bietenden Chancen der Digitalisierung (beginnend bei der Online-Stellung der Findmittel) für die Erweiterung ihres Wirkungsbereiches nicht oder wenig. Dabei bieten sich daran Interessierten viele Möglichkeiten: Nur eins von vielen möglichen Beispielen ist das Angebot von Google Arts & Culture, das von Kristina Leipold (Google Deutschland) unter dem Titel „Historischer Content bei Google – Attraktiv für Archive!“ vorgestellt wurde. Die archivischen Partner können auf dieser nicht kommerziellen Plattform eigenständig in einem CMS arbeiten, es erfolgt keine Daten- oder Rechteübertragung an Google. Das Bundesarchiv nutzt diese Möglichkeit seit Jahren für virtuelle Ausstellungen, das Landesarchiv Hessen wird in Kürze mit einem Projekt zu historischen Kriegskarten zu amerikanischen Städten starten.

3. Technische und menschliche Vernetzung

Das Internet hat Möglichkeiten einer technischen Vernetzung mit sich gebracht, die das Teilen von Wissen und Daten und das gemeinsame Arbeiten an genealogischen Wissensbeständen revolutioniert haben. Beides ist nicht neu: Vor fast hundert Jahren begann mit dem über acht Jahrzehnte dauernden Ahnenlistenaustausch das Teilen in deutlich überregionalem Maßstab und kurz darauf – noch in den 1920er Jahren – der Aufbau der Ahnenstammkartei als Verkartung dieser Ahnenlisten: Eine Datenbank in analoger Zeit. Heute vernetzen die technischen Möglichkeiten Menschen mit sich überschneidenden Interessen über Kontinente hinweg. Ein „Low-Tech-Beispiel“ stellte Roger Lustig (Princeton, USA) mit dem „Hessen – Gatermann Index“ vor, bei dem eine spezialisierte Interessensgemeinschaft ohne große Ressourcen Digitalisate von jüdischen Personenstandsunterlagen aus dem Hessischen Landesarchiv indiziert und über die JewishGenGermany Database zugänglich gemacht hat. Wie stark Informations- und Datenaustausch prägende Trends sind, war auch ein Thema in meinem Vortrag über „Familiengeschichtsforschung in Zeiten der Digitalisierung“. Die zentrale Funktion von Normdaten erläuterte Stefan Aumann (Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde) in seinem instruktiven Beitrag über „Die Vernetzung heterogener Informationsressourcen über Normdaten“. Bei der Gelegenheit: Möglichkeiten der Normierung biographischer Daten wird unser stellv. Vorsitzender, Jesper Zedlitz, bald in der Fachzeitschrift „Archivar“, vorstellen.

Bild: Thekla Kluttig beim Vortrag "Familiengeschichtsforschung in Zeiten der Digitalisierung"

Von den Daten zu den Menschen: Den enormen Wert von informellen zwischenmenschlichen Kontakten betonten Francesco Roberg in seinem Vortrag über die internationalen Netzwerk-Projekte co:op – The creative archives' and users' network und READ(Recognition and enrichment of archival documents) sowie Thomas Aigner von ICARUS. Bei aller Verlagerung von Arbeit und Freizeitaktivitäten vor den individuellen mobilen oder nicht-mobilen Bildschirm: Der persönliche Kontakt zwischen Menschen ist nicht zu ersetzen. In diesem menschlichen Grundbedürfnis liegt auch künftig eine Chance für die genealogischen und historischen Vereine; allerdings werden sie das Gute aus beiden Welten – der analogen wie der digitalen – miteinander verbinden müssen, um Menschen anzusprechen. Und gleiches gilt für Archive.

4. Archive als Goldgruben historischer Daten

Jenseits der kleinen Gruppe von Archivaren und Archivbenutzern (weibliche mitgedacht) hat das Stichwort „Archiv“ lange Zeit nur Desinteresse ausgelöst; die Klischees sind bekannt. Natürlich ist das in weiten Teilen der Bevölkerung und der Medien auch heute noch so, aber: Unter dem Signum „Big Data“ haben gemeinnützige und kommerzielle Anbieter von Daten das riesige Potential an historischen Daten entdeckt, das in Archiven schlummert. Zu Recht gehen sie davon aus, dass es ein großes, weltweites Interesse von Menschen an diesen historischen Objekten und Informationen gibt: Alle historische Informationen mit Orts-, Personen- oder Sachbezügen gehören dazu. Bekannt ist das Interesse von Anbietern wie Ancestry, MyHeritage oder FamilySearch an personenbezogenen Daten im „klassischen“ Sinn, also Kirchenbüchern und Personenstandsunterlagen. Aber innovative Anbieter haben erkannt, dass der „Content“ von Archiven weit darüber hinausgeht: historische Karten, Fotos und personen- und ortsbezogene Dokumente aller Art sind – auch kommerziell - von Wert. Denn es gibt einen Markt dafür: Menschen, die bereit sind, für den Zugang zu zahlen. Nebenbei bemerkt sollten Archivare darüber nicht die Nase rümpfen: qua Gebührenordnungen ist auch der bisherige Zugang zu Archivgut für Menschen außerhalb der institutionalisierten Wissenschaft regelmäßig mit Kosten verbunden. Unter Familienforschern ist die Existenz eines „Marktes“ natürlich ein alter Hut – vielen Archivarinnen und Archivaren ist aber nicht bewusst, was Francesco Roberg so auf den Punkt brachte: „Archivische Daten sind international eine Währung“. Und dieser Markt gewinnt mit der Perspektive einer automatischen Handschriftenerkennung (die auf der Tagung durch die Fa. Qidenus Technologies repräsentiert wurde) erheblich an Dynamik. Man denke nur ganz kurz darüber nach, welche Perspektiven sich damit eröffnen und versteht, dass eine Goldgräberstimmung entstehen kann. Und dieser Markt besteht auch bei Daten, die gleichzeitig open access zur Verfügung stehen: Eine Tatsache, die vielen Archivaren und Archivarinnen unklar ist, weil sie sich bisher nicht klargemacht haben, wie viele Menschen in und außerhalb von Europa lieber gegen eine Bezahlung den Zugang zu einem großen Datenportal haben, als auf der Suche nach Daten zu Vorfahren aus Deutschland auf 25 einzelnen Archivwebseiten nach Informationen zu suchen.

Dies ist nicht der Ort, um das für und wider einer archivischen Beteiligung an diesem Markt (zwischen open acess und Bezahlschranken) zu behandeln. Ein Gedanke sei aber geäußert: In der vor-digitalen Zeit haben Archive Findbücher und Urkunden- oder Akteneditionen bei Verlagen publiziert, die für diese Publikationen und damit ihre Leistungen Geld erhielten. Die Gründerin und Geschäftsführerin der Fa. Qidenus, Sofie Quidenus, stellte ihre Firma als einen Verlag für Archive vor, die den Brückenschlag in die Wirtschaft wagen. Und der Verlags-Begriff ist passend gewählt: Das Archiv stellt Inhalte zur Verfügung, das Unternehmen bereitet diese für die Publikation (im Netz) auf und vermarktet sie. Und dies ist durchaus parallel zu einem open access - Zugang möglich.

Bedauerlich war allerdings, dass die „maschinengestützte Indexierung“ in Form der Handwritten Text Recognition (HTR) zwar Thema mehrerer Vorträge war, die konkret erreichten Fortschritte aber deutlich weniger dargestellt wurden als das darin liegende Potential. Für einen Verein wie Compgen, bei dem Indizierungsprojekte einen (wenn auch nicht den einzigen) „Markenkern“ darstellen, ist HTR und seine Konsequenzen natürlich ein überaus wichtiges Thema. 

Und nun zum aktuellen und mich sehr beunruhigenden Anlass, hier ein weiteres Thema anzusprechen:

5. Doublefold 2.0

In meinem Vortrag hatte ich unter dem Stichwort „Doublefold 2.0?“ daran erinnert, dass vor nun 15 Jahren das Sachbuch „Double Fold“ von Nicholson Baker unter dem Titel „Der Eckenknick“ auf Deutsch erschien. Er schilderte – und verurteilte – das Vorgehen von wissenschaftlichen Bibliotheken in den USA, die dank massiver finanzieller Mittel noch in den 1980er und 90er Jahren flächendeckend Zeitungsbände auf Mikrofilm aufnahmen und die Originale anschließend vernichteten. Auslöser dafür, diesen Aspekt in meinen Vortrag aufzunehmen, war die Feststellung eines Vertreters des finnischen Nationalarchivs auf einer Tagung im Januar 2016, dass man dort vor einer Digitalisierung von Amtsbüchern die Bindungen aufschneide, da die Digitalisierung dann schneller („effizienter“) erfolgen könne. Ich habe diese Haltung im Blog Archivalia kritisiert. Und sehe mich nun in meiner Sorge bestätigt, dass die für Digitalisierungsmaßnahmen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel einen Hype auf Kosten der Originale erzeugen, wie es damals die Mittel für die Verfilmung taten: Im jüngsten Heft von insight, der Zeitschrift von ICARUS, weist der Generaldirektor des finnischen Nationalarchivs darauf hin, welches Einsparpotential dadurch besteht, dass Archivgut dort nach der Digitalisierung vernichtet wird. 

Ich kann die Lektüre von "Der Eckenknick" nur empfehlen. Wir sollten aus dieser Geschichte lernen und bei der Digitalisierung mit Augenmaß vorgehen: Digitalisierung ja, aber nicht auf Kosten der Originalüberlieferung!

Thekla Kluttig
Bilder Ingrid Reinhardt

Das war der Genealogentag in Bregenz

03.10.2016

Am vergangenen Wochenende, fand im schönen Bregenz am Bodensee der 68. Deutsche Genealogentag statt. CompGen war auch in diesem Jahr mit einem Stand und dem Vortrag "Online Forschung mit Genealogy.net - Online Forschung und Mitarbeit in den Projekten des Vereins für Computergenealogie e.V." von Timo Kracke vertreten.

Unser Stand war wie gewohnt gut besucht und es gab interessante Gespräche mit den Besuchern. Vielen Dank an dieser Stelle an die Mitglieder Helga Scabell, Cordula Eberle, Yvonne Hausheer und Ingrid Reinhardt, die uns hier mit Standdienst unterstützt haben. Der Vortrag von Timo Kracke war sehr gut besucht und veranlasste sogar einen Besucher nach dem Vortrag umgehend bei uns Mitglied zu werden.

Den Samstag Abend haben wir genutzt um uns mit unseren Mitgliedern und Freunden zum gemütlichen Abend im Goldenen Hirsch, Bregenz zu treffen. Der Einladung von Ingrid Reinhardt waren hier gut 45 Personen gefolgt. Herzlichen Dank an Ingrid Reinhardt für die tolle Organisation.

Informationen zum 68. Deutschen Genealogentag gibt es weiterhin auf der Website der IGAL http://dgt.igal.at 

Während der Veranstaltung wurden auch die sozialen Netzwerke ausgiebig genutzt und unter dem Hashtag #68DGT16 verschiedene Meldungen veröffentlicht. Im sogenannten Storify sind diese zusammengefasst nachzulesen
https://storify.com/genkracke/68-deutscher-genealogentag 

Abschließend können wir sagen, dass der Genealogentag in Bregenz eine gelungene Veranstaltung, mit einer schönen Abendveranstaltung auf dem Schiff, interessanten Gespräche am Stand, guten Vorträgen und gemütlichem CompGen Treffen war. Vielen Dank an die IGAL für die gute Vorbereitung und Ausrichtung.

(Timo Kracke)

Hinwendung zu den Benutzern. Eindrücke vom Deutschen Archivtag

01.10.2016

In den vergangenen Tagen fand der 86. Deutsche Archivtag in Koblenz statt. Im Folgenden möchte ich kurz über einige dort vorgestellte und diskutierte Themen informieren. In der ersten gemeinsamen Arbeitssitzung (Thema: „Standort der Archive in der Wissensgesellschaft“) hatte ich die Gelegenheit, vor über 500 Teilnehmern über „Die Citizen Science Strategie 2020 für Deutschland und die Archive“ zu sprechen. Im Kern habe ich darin für eine Wendung im archivarischen Selbstverständnis plädiert: nicht die Quellen, sondern die Menschen sollten im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen. Das bedeute natürlich nicht, traditionelle Aufgaben oder Werte aufzugeben, also die Bildung einer aussagekräftigen Überlieferung, die Bewahrung und Erschließung der Quellen. Es bedeute aber, die Orientierung nach außen, hin zu den vorhandenen und potentiellen Benutzern, von einer nachrangigen zu der vorrangigen Aufgabe zu erheben. 

... mehr ...


Totenzettel-Sammlungen der WGfF nun auch in der Metasuche

23.09.2016

Seit heute sind die Totenzettel-Sammlungen der WGfF http://www.wgff-tz.de an die zentrale Meta-Suche http://meta.genealogy.net angebunden. So findet man ab sofort auch Treffer in den mehr als 175.000 erfassten Totenzetteln, die bis in das Jahr 1737 zurückgehen

CompGen stellt Daten für Coding Da Vinci bereit

12.09.2016

Der Verein für Computergenealogie e.V. stellt für den Kultur-Hackathon Coding Da Vinci seine Daten aus den Projekt Genealogisches Ortsverzeichnis (GOV) zur Verarbeitung zur Verfügung.

Coding Da Vinci: In den Archiven unserer Museen, Galerien und Bibliotheken schlummern Daten – Gemälde, Buchdrucke, Fotos, Objekte, Ton- und Videoaufnahmen in digitalisierter Form. Der neue digitale Zugang zu unserem kulturellen Erbe bleibt der Öffentlichkeit aber sehr häufig noch verschlossen. Coding da Vinci Nord holt diese Daten ans Tageslicht und macht sie erfahrbar.
Kulturinteressierte, Geisteswissenschaftler/innen, Künstler/innen und Designer/innen treffen auf Entwickler/innen und Hacker, um interdisziplinär mit den Daten zu experimentieren und sie in neue Zusammenhänge zu stellen. Dabei entstehen neue Formate, Installationen, Apps und Webseiten, die Informationen und Werke aus den Archiven unserer Kulturinstitutionen zeitgemäß interpretieren und vermitteln.

https://codingdavinci.de/events/

 

Mit Coding da Vinci Nord findet dieses Jahr das erste Regionalevent von Coding da Vinci mit Fokus auf den Norden Deutschlands und Europas in Hamburg statt.

Der Kultur-Hackathon vernetzt technikaffine und kulturbegeisterte Communities mit den norddeutschen Kultur­insti­tu­tionen, um gemeinsam das kreative Potential, das in unserem digitalen Kulturerbe schlummert, zu wecken und zu entfalten.

Coding da Vinci Nord wird von einem regionalen Team von Freiwilligen veranstaltet und durch die Gründer von Coding da Vinci, die Deutsche Digitale Bibliothek, die Open Knowledge Foundation Deutschland, die Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland, begleitet und unterstützt.

Wir sind gespannt, ob die genealogischen Daten auf Interesse stossen und was sich daraus machen lässt.


Coding da Vinci
 - Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung Berlin, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland.

(Text: Verein für Computergenealogie & Coding Da Vinci Website)

CompGen in der Citizen Science - Interviewreihe

03.09.2016
Unser Verein ist mit mehreren Projekten auf der Citizen Sciene - Plattform "GEWISS Bürger schaffen Wissen - Wissen schafft Bürger" vertreten. In der Interviewreihe "Nachgeforscht" wurde nun unser Vorstandsmitglied und stellv. Vorsitzender Jesper Zedlitz zum DatenErfassungsSystem DES, den Projekten von Compgen (darunter dem Projekt zu den Verlustlisten des Ersten Weltkriegs) und unseren Erfahrungen mit Bürgerwissenschaft befragt.
 
 
Das vollständige Interview findet sich hier:

Zufallsfunde der Verdener Familienforscher in der Meta-Suche

14.07.2016

Die Zufallsfunde-Datenbank der Verdener Familienforscher e.V. ist ab sofort an die zentrale Meta-Suche angebunden und findet ab sofort auch Treffer in den mehr als 20.000 dokumentierten Zufallsfunden.

 

Der Zufall arbeitet viel verlässlicher, 
wenn man ihm auf die Sprünge hilft.

© Henryk Bereska (1926 - 2005)
Lyriker, Übersetzer und Aphoristiker, Mitglied des PEN-Zentrums

 

Immer wieder taucht die Frage auf: Wo kann man Zufallsfunde unterbringen, damit sie auch wieder gefunden werden können. Viele dieser Informationen laufen über diverse Mailinglisten – und sind anschließend in der Regel aus der Erinnerung der Forscher verschwunden. Evtl. überlegt man später, dass man etwas in der gesuchten Richtung gelesen hat – aber wo?

Hier wollen wir Abhilfe schaffen und eine Möglichkeit anbieten, diese Funde dauerhaft zu archivieren. 

Was ist ein Zufallsfund?
Manchmal treffen Familienforscher bei Ihrer Recherche auf Hinweise von Personen aus anderen Orten, die aber von Forscherkollegen, die genau an diesen Informationen interessiert wären, nicht an dieser Stelle vermutet werden würden. Solche Funde stellen eine ganz wichtige Hilfe dar. Es könnte die einzige Möglichkeit sein, die Person wieder zu finden.

Es kann sich um Kirchenbucheinträge oder auch um sogenannte "Sekundarquellen" (Literatur, Akten, Familienunterlagen o.ä.) handeln. Ein aufmerksamer Finder kann dadurch einem anderen Forscher zu einem entscheidenden Durchbruch in dessen Forschung verhelfen.

Jeder der auf einen Zufallsfund trifft und diesen zur Verfügung stellen möchte, kann sich für dieses Projekt registrieren lassen und diesen und evtl. künftige Funde dann selbst direkt in die Datenbank eingeben, so dass sie jederzeit wieder gefunden werden können.
Dabei haben wir darauf geachtet, dass die Eingabe knapp gehalten ist, aber effektive Suchfunktionen das Auffinden leicht machen. Mit nur drei Schritten können Sie Ihren Fund dauerhaft archivieren.

Quelle: Z u f a l l s f u n d e, ein Projekt der Verdener Familienforscher e.V., http://www.zufallsfunde.net

Erfde US-Gäste 'Plattdeutsche Freundschaft'

11.07.2016

Auf der 21. Konferenz der Plattdeutschen Freundschaft vom 08.-10. Juni 2016 war auch der SHFam "Schleswig-Holsteinische Familienforschung e.V." zusammen mit dem "Verein für Computergenealogie e.V." mit einem Info-Stand vertreten. Erfde selber hat nur ca 1900 Einwohner aber der Vortrag von Herrn Dr. Hans-Peter Stamp (Mitglied im SHFam) "2000 Amerikaner mit Wuddeln in Arf" konnte belegen, dass in den USA, hauptsächlich in Iowa und dort überwiegend in der Stadt Clinton ca. 2770 Nachkommen nachweislich von ehemals aus der Region um Erfde herum ausgewanderten Menschen abstammen.

Ganz rechts: Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident a.D. von Schleswig-Holstein
links daneben: Mike Kearney von der ASHHS in Clinton USA
zweiter von links: Thomals Klömmer Bürgermeister von Erfde, alle anderen sind US-Gäste in Erfde.

Bild: (c)Klaus Vahlbruch, CompGen


Die Sprache, das "Plattdeutsche", verbindet noch heute die in der "American Schleswig Holstein Heritage Society" (ASHHS)
zusammengeschlossenen Nachkommen in den USA mit den "Plattdeutschen" in Deutschland und besonders in Erfde und der Schleswigschen Geest. Deutsche Teilnehmer der Konferenz kamen aber auch aus ganz Deutschland, aus Köln, Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Die Konferenzen finden alljährlich in Schleswig-Holstein, ein andermal in den USA statt. Vor zwei Jahren war Eckernförde Gastgeber der Konferenz.

Als Gastgeschenk überreichen die Mitglieder des SHFam (v.l.n.r.) Klaus Vahlbruch und Hans-Werner Hamann ein Original-Stickbild
aus dem Jahre 1953 an Mike Kearney (Clinton), wie es damals und lange früher schon alle Mädchen und jungen Frauen als Übung
anzufertigen hatten, Stich für Stich, hier dänische Motive.

Bild: (c)Tonio Keller, Bauernblatt


Als Gastgeschenk überreichen die Mitglieder des SHFam (v.l.n.r.) Klaus Vahlbruch und Hans-Werner Hamann ein Original-Stickbild
aus dem Jahre 1953 an Mike Kearney (Clinton), wie es damals und lange früher schon alle Mädchen und jungen Frauen als Übung
anzufertigen hatten, Stich für Stich, hier dänische Motive.

Viele Grüße, Klaus Vahlbruch

CompGen wird aktives Mitglieder in der GAGP

12.06.2016

Am 28. Mai 2015 wurde in St. Paul, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Minnesota, die sog. German American Genealogical Partnership (GAGP, deutsch: Deutsch-amerikanische genealogische Partnerschaft, DAGP) vereinbart. Ins Leben gerufen wurde diese Partnerschaft von der Germanic Genealogy Society (GGS), der Pommern Regional Group of Minnesota und der DAGV. Ziel ist ein enger Austausch zwischen Vereinen und Einzelpersonen, die sich mit der Geschichte deutscher Auswanderer und deren Nachkommen nach Amerika (German-Americans) beschäftigen. Kern der genealogischen Zusammenarbeit ist der Versuch, die unterschiedlichen Interessen (Amerikaner suchen Vorfahren in Deutschland, Deutsche suchen Nachfahren von Seitenlinien in Amerika). Für beide Seiten des Atlantiks ist es daher von großer Bedeutung, von einander zu lernen. (Quelle: DAGV)

Im Rahmen der DAGV Mitgliedschaft sind bereits alle Mitgliedsvereine Mitglieder der Partnerschaft. CompGen wird sich darüberhinaus als aktives Mitglied an den weiteren Aktivitäten der GAGP beteiligen und an diesen mitwirken.

 

Germanic Genealogy Society - http://www.ggsmn.org/cpage.php?pt=70
DAGV - http://www.dagv.org/?German-American_Genealogy___DAGP_%2F_GAGP

Großer Besucherandrang am CompGen-Stand beim Famillement 2016

10.06.2016

Fast 2900 Besucher wurden beim großen Informationstag am 2. Juni im und vor dem Stadtarchiv Utrecht gezählt. CompGen war zum dritten Mal beim Famillement dabei, das 2012 im Maastricht und 2014 in Leiden stattfand, diesmal gleichzeitig am Jahrestag der Stadtrechte-Verleihung im Jahre 1122. 

Auf dem Vorplatz waren überdachte Stände aufgebaut, auf zwei Etagen des Archivs boten Vereine, Archive und Gruppen ihre Informationen an. Im Begleitprogramm gab es Vorträge und Workshops aus vielen Bereichen der Genealogie. 

Der Andrang am Stand unseres Vereins und der benachbarten Aachener Gruppe der Westdeutschen Gesellschaft war sehr groß. Zeitweise standen die Interessenten mit ihren Fragen in Viererreihe vor unseren Rechnern. Alle hatten Fragen zur Herkunft ihrer deutschen Vorfahren und Verwandten, viele im benachbarten Oldenburger Land, Westfalen und Rheinland, aber auch z.B. in Ostpreußen. Auch berührende Schicksale waren dabei: So suchte eine Enkelin ihren deutschen Großvater, der im Zweiten Weltkrieg sich mit einer Niederländerin in Holland angefreundet hatte, dann aber wieder nach Deutschland zurück ging. Auch wenn natürlich nicht allen geholfen werden konnte, so sind doch einige weiterführende Informationen geflossen. Auch ein paar direkte Treffer konnten wir den Anfragenden vermitteln.

Unser kostenloser Sonderdruck der Computergenealogie war bereits am frühen Nachmittag vergriffen. Auch Hefte der Zeitschrift und die „Familienforschung“  fanden ihre Abnehmer.

Für den Verein für Computergenealogie war es eine sehr positive Veranstaltung, perfekt organisiert und für Aussteller und Besucher kostenfrei. Selbst der Internetzugang im Archiv war gut und frei zugänglich.

(Peter Zabel/Günter Junkers)

Heft 2/2016 der COMPUTERGENEALOGIE ist in den Druck gegangen

02.06.2016

Das Heft 2/2016 der COMPUTERGENEALOGIE ist in den Druck gegangen, spätestens zum 20. Juni wird das Heft beim Leser sein.

Diesmal geht es um die Datenbankvielfalt von A wie Adel bis Z wie Zufallsfunde. Beschäftigt man sich mit dem Thema Datenbanken, dann findet man endlos viele Lösungen von der privat betriebenen Insellösung bis hin zu groß angelegten Vereinsdatenbanken - von Zugriffsmöglichkeiten gegen Vereinsmitgliedschaft oder Abos bis hin zu frei zugänglichen, kostenfreien Angeboten. Sicherlich sind der Redaktion Datenbanken durch die Finger gerutscht - aber es wurde eine lange Liste aller gefundener Datenbanken erstellt, die natürlich wieder als PDF-Datei zum Download angeboten wird.


Ebenfalls im Heft: 

  • Wie sieht das Vereinswesen in den USA aus? 
  • Was sind Sammelakten und warum können alle Familienfoscher dazu beitragen, diese gefährdeten, wichtigen Unterlagen vor der Vernichtung zu retten?
  • Welche Genealogieprogramme wurden 2015 im Portal Gensoftreviews.com von Louis Kessler auf  die ersten 10 Plätze gewählt?
  • Und vieles mehr...

Nun heißt es nur noch warten, bis der Postbote den hungrigen Briefkasten füllt.

(DR)

Neue Verwandtschaftsforschung oder: Die Eroberung der Archive?

16.05.2016

Archivpflege für Westfalen-Lippe 84-2016Unser Vorstandsmitglied Thekla Kluttig sprach auf dem 18. Deutsch-Niederländischen Archivsymposiums im Herbst 2015 unter diesem Vortragstitel über das Verhältnis zwischen Archivaren und Familienforschern. Sie stellte vor, wie Familienforscher heute arbeiten, berichtete über Kooperationen zwischen Archiven und Familienforschern in Deutschland und den Niederlanden und hinterfragte die Haltung in den deutschen Archiven zu Familienforschern. Abschließend plädierte sie für den Ausbau von Kooperationen. Der Beitrag ist jetzt veröffentlicht im aktuellen Heft der "Archivpflege für Westfalen-Lippe" und kann hier (auf S. 10ff.) aufgerufen werden: https://www.lwl.org/waa-download/archivpflege/heft84/Heft_84_2016.pdf

Famillement 2016 in Utrecht - CompGen ist wieder dabei

30.04.2016

Bereits vor zwei Jahrens war der Verein für Computergenealogie in den Niederlanden auf der Famillement in Leiden mit einem Stand vertreten, nachdem wir bereits 2012 in Maastricht eine gute Famillement besucht hatten. Die Famillement ist sozusagen der Genealogentag der Niederlande und findet am Donnerstag den 02. Juni 2016 im Het Utrechts Archief, Hamburgerstraat 28, 3512 NS Utrecht statt.

Die Besucherzahlen liegen über 1.500 Besuchern und die Veranstaltung bietet Informationen für Anfänger und Fortgeschrittene Familienforscher.

Die Liste der Aussteller kann hier aufgerufen werden:
http://famillement.blogspot.de/2015/06/registratie-voor-deelnemende.html 

CompGen wird mit Stand, helfenden Mitgliedern vor Ort sein und über Forschung in Deutschland berichten. Wir freuen uns wieder bei unseren Nachbarn zu Gast zu sein.



Pressemitteilung vom CBG|Centrum voor familiegeschiedenis und Het Utrechts Archief 

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Was, schon vorbei? Rückblick auf die Mitgliederversammlung

18.04.2016

Besuch des Landeshauptarchivs in KoblenzDie Compgen-Mitgliederversammlung in Koblenz verlief wie im Zeitraffer. Am Freitag besuchte eine Gruppe das Landeshauptarchiv Rheinland-Pfalz. Besonders herausgestellt wurde von der Archivarin Frau Dr. Goebel, der Codex Balduini Trevirensis, ein über 800 Jahre altes Werk in einer besonders prachtvollen Ausgabe, das sich im Archiv befindet. Die Teilnehmer informierten sich ebenfalls über die Bestände des Landespersonenstandsarchivs.

Am Samstagmorgen mussten leider die beiden geplanten Vorträge krankheitsbedingt ausfallen. Statt dessen wurde durch Susanne Nicola und Andreas Job ein Workshop zur Indizierung neuer Quellengattungen im DES durchgeführt. Marie-Luise Carl hielt einen Vortrag zum Thema: Digitale persönliche Archive - Der digitale (genealogische) Nachlass.

 

Grußwort von Fr. Busch-Schirm, WGfF


Am Nachmittag fand die Mitgliederversammlung mit 45 Anwesenden statt. Die Vorsitzende der WGfF-Bezirksgruppe Koblenz, Frau Busch-Schirm, begrüßte die Compgen-Mitglieder im Herzen des Mittelrheintals. Der Compgen-Vorstand berichtete ausführlich über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Die Beisitzer Uwe Baumbach, Thekla Kluttig und Timo Kracke wurden wiedergewählt.

 

 

 

 

 

 

Die Compgen Mitgliederversammlung 2016


Unser Gründungsmitglied Günter Junkers stellte sich nicht mehr der Wiederwahl, bleibt aber dem Verein in der Redaktion und anderen Bereichen aktiv erhalten. Andreas Job kündigte an, dass er das Amt des Schriftführers turnusgemäß bis zur Mitgliederversammlung 2017 weiterführen wird. Die Suche für einen Nachfolger ergab einen anwesenden Interessenten für die Nachfolge. Die vom Vorstand vorgeschlagene Änderung der Satzung wurde bestätigt. Genauere Informationen wird das Protokoll der Mitgliederversammlung enthalten, das allen Mitgliedern zugehen wird.

 

 

 

Führung auf der Festung Ehrenbreitstein

 

Am Sonntagmorgen fanden bei glücklicherweise trockenem Wetter zwei interessante Führungen auf der Festung Ehrenbreitstein statt. Zwischen den einzelnen Programmpunkten gab es einen regen Austausch mit den Vereinsmitgliedern.

Wir würden uns freuen, viele beim Deutschen Genealogentag in Bregenz (30.09.-2.10.2016) wiederzusehen!

CompGen auf der WhoDoYouThinkYouAre Live in Birmingham

13.04.2016
Nachdem wir in 2014 bereits erste Erfahrungen mit internationalen Genealogie Konferenzen bei der RootsTech in Salt Lake City machen konnten, war der Verein für Computergenealogie e.V. in diesem Jahr zum ersten mal bei der größten Genealogie Veranstaltung in Europa, bei der WhoDoYouThinkYouAre Live in Birmingham dabei.
 
Die WhoDoYouThinkYouAre Live ist ein Ableger der weltweit erfolgreichen TV-Show und dem in England populären Magazin und konnte in diesem Jahr über 13.200 Besucher anziehen. Mit diesen Besucherzahlen ist die Veranstaltung die größte Veranstaltung im Bereich der Genealogie in Europa.
Neben den auch in Deutschland bekannten kommerziellen Genealogie-Anbietern wie Ancestry und MyHeritage waren weitere für Großbritannien spezifische Aussteller vertreten und eine ganze Reihe an Genealogie-Vereinen präsentierten ihre Arbeiten.
Für Besucher gab es neben der großen Ausstellung eine Vielzahl von Workshops, bei denen zu speziellen Themen Vorträge stattfanden.
 
Unser Stand bildete zusammen mit der Anglo-German Family History Society und der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Bezirksgruppe Aachen die deutsche Ecke. An unseren beiden Tischen konnten wir mit einer Standpräsentation unsere Arbeiten und Projekte vorstellen, unsere Magazine zeigen und mit online Zugriff live in unseren Datenbanken suchen.
Besonders stolz sind wir auf Erlebnisse, wie eine Suche nach einem Großvater der aus Deutschland nach England ging. Gemeinsam mit der Forscherin haben wir über unsere Metasuche und einem Treffer im Ortsfamilienbuch Harburg/Elbe die Familienforschung um 4 weitere Generationen erweitert.
Insgesamt waren wir überrascht wie stark das Interesse an deutschen Vorfahren in Großbritannien tatsächlich ist. Unser Stand war fast dauerhaft besucht und es bildeten sich kleine Warteschlangen um in unseren Datenbanken zu suchen. Wir haben uns als Aussteller sehr wohl gefühlt und wurden von den lokalen Vereinen freundlich aufgenommen.
 
Neben einem Stand konnten wir am Samstag einen Vortrag in der Society of Genealogists - Education Zone platzieren. Timo Kracke hat hier unter dem Titel "Start Your Research For German Ancestors With genealogy.net“ CompGen und die Projekte auf der Internetplatform genealogy.net vorgestellt.
Die Education Zone war sehr gut gefüllt und die Besucher konnten direkt im Vortragsbereich unsere Flyer und Sonderdrucke mitnehmen. Einige Besucher konnten wir nach dem Vortrag mit gezielten Fragen an unserem Stand begrüßen.
 
Für CompGen waren Günter Junkers und Timo Kracke vor Ort.
(Timo Kracke)

Das Lübecker Adressbuchprojekt ist abgeschlossen

05.04.2016

Medieninformation vom Verein für Familienforschung e.V. Lübeck

Das Lübecker Adressbuchprojekt ist nach mehrjähriger Arbeit abgeschlossen.

Der Verein für Familienforschung hat in seiner Bibliothek 54 Lübecker Adressbücher aus den Jahren 1801 bis 1957. Diese stellen für  Genealogen eine vielfältige Forschungsgrundlage dar. Die Nachschlagewerke wurden nun in Zusammenarbeit mit dem Verein für Computergenealogie e.V. digitalisiert und sind für jedermann einsehbar.

 

Es begann am im Juni 2012 als Wolfgang Hohenfeld vom Verein für Familienforschung  e.V. Lübeck  mit der Vorsitzenden des Vereins für Computergenealogie e.V., Marie Luise Carl, Kontakt aufgenommen hatte, um die vereinseigenen Lübecker Adressbücher digitalisieren zu lassen. Es wurden 54 Adressbücher des Zeitraumes 1801-1957 eingescannt. Sie sind mittlerweile alle in der digitalen Bibliothek (Digibib) unter der Adresse

http://wiki-de.genealogy.net/w/index.php?title=Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib&from=L

online einsehbar. Zum Abschluss des Projekts hat uns Horst Reinhardt von der  Geschäftsstelle des Vereins für Computergenealogie e.V., der die Arbeit von Marie Luise Carl im Oktober 2014 übernommen hat, seinen Dank für die jahrelange Zusammenarbeit ausgesprochen:

Danke will ich auch sagen für die Überlassung der Bücher zum Scannen - nur so können wir auch für alle Genealogen was zur Verfügung stellen.

Die meisten Bücher wurden mit einem Aufsichtscanner des Vereins für Computergenealogie e.V. gescannt. Die Digitalisierung der letzten Bücher des Gemeinschaftsprojektes erfolgte mit dem noch buchschonenderen neuen V-Scanner.“

 

Diesen Dankesworten kann sich der Vorsitzende des hiesigen Vereins für Familienforschung e. V. Lübeck, Herr Gerhard Huß, nur anschließen. Der hiesige Verein, der in diesem Jahr sein 50- jähriges Bestehen feiert, und seit vielen Jahren im Mühlentorturm seine Vereinsräume hat, freut sich, dass künftig durch das Gemeinschaftsprojekt die Lübecker Sammlung einem großen Nutzerkreis zur Verfügung steht.

Textverantwortlich: Stefan Muhtz


Abgeräumte Grabsteine

29.03.2016

Gerade solche Fotos sind der besondere Antrieb für die Mitarbeiter im Grabstein-Projekt, die auf den Friedhöfen stehenden Grabsteine durch Fotografieren zu erhalten. Auf diesem Feld wurden die Grabsteine von Grabstellen gesammelt bei denen die Liegezeit abgelaufen war und die Angehörigen sich nicht gemeldet haben. Das Schicksal  dieser letzten Zeugen von Menschenleben ist vorbestimmt: sie werden geschreddert.Das öffentliche, nicht kommerzielle Grabstein-Projekt wurde 2007 von einer kleinen Gruppe Ahnen- und Familienforscher als informative Nebenquelle ins Leben gerufen. Anlass war ein Bericht in einer Tageszeitung über abgeräumte Grabsteine von Grabstellen, deren Liegezeiten (meist nach 25 Jahren) abgelaufen waren. Man suchte interessierte Verwandte, die die Grabsteine übernehmen wollten. Andernfalls würden die Steine geschreddert und als Straßenunterbau verwendet. Es war klar, dass wir als Familienforschungsverein die Originalsteine nicht erhalten können, aber zumindest die auf den Steinen geschriebenen Familiendaten der Verstorbenen können durch Abfotografieren gerettet werden. Erst zukünftige Generationen werden diese Arbeit zu schätzen wissen, wenn der allergrößte Teil der Grabsteine nach Ablauf der Liegepachten auf den Friedhöfen abgeräumt sein wird. Die Daten und das Andenken an die Verstorbenen bleiben durch dieses Projekt erhalten.

 

Foto: Holger Holthausen 
Gerade solche Fotos sind der besondere Antrieb für die Mitarbeiter im Grabstein-Projekt, die auf den Friedhöfen stehenden Grabsteine durch Fotografieren zu erhalten. Auf diesem Feld wurden die Grabsteine von Grabstellen gesammelt bei denen die Liegezeit abgelaufen war und die Angehörigen sich nicht gemeldet haben. Das Schicksal  dieser letzten Zeugen von Menschenleben ist vorbestimmt: sie werden geschreddert.

 

Bericht der Klausursitzung des CompGen-Vorstands

14.03.2016

Die ehrenamtliche Führung der Geschäfte eines aktuell über 3600 Mitglieder zählenden Vereins erfordert einiges an Planung, Arbeitsteilung und Kommunikation zwischen den derzeit zehn Vorstandsmitgliedern. Im Alltag kommunizieren wir v. a. über eine Vorstands-Mailingliste und mittels monatlicher Vorstandssitzungen in Form abendlicher Telefonkonferenzen. Das operative Geschäft lässt sich so erledigen – Zeit für grundlegendere Analysen und die Entwicklung von mittel- und langfristigen Zielen bleibt aber selten. Deshalb hat sich der Vorstand – erstmals seit über fünf Jahren und unter Einbeziehung der Geschäftsstelle – am vergangenen Wochenende zu einer Klausursitzung im zentral gelegenen Hannover getroffen. Themenschwerpunkte waren die Aufgabenverteilung und Zusammenarbeit im Vorstand, der Sachstand bei und die weitere Arbeit an den zahlreichen aktuellen „Baustellen“ des Vereins, die Entwicklung und Prioritätensetzung mittel- und langfristiger Ziele sowie – last but not least – die Vorbereitung der Mitgliederversammlung am 16./17. April 2016 in Koblenz. 

Wo stehen wir mit CompGen heute, wo wollen wir hin? Welche Ziele haben wir und wie, von wem und wann können Sie realisiert werden? Diese Fragen haben wir intensiv diskutiert und sind – kurz gesagt – zu folgenden Schlüssen gekommen: 

Wo stehen wir? Unser Verein ist erfolgreich, davon zeugen seine gut laufenden Mitmach-Projekte, die Online-Informationsangebote, die breit rezipierte Vereinszeitschrift „Computergenealogie“, eine zunehmende Reputation nach „außen“ und nicht zuletzt die steigende Mitgliederzahl. Zu danken ist dies allen Vereinsmitgliedern sowie nicht-organisierten Freiwilligen, die sich auf unterschiedliche Weise (von der schlichten Beitragszahlung bis zur intensiven und zeitaufwändigen Projektmitarbeit) für den Verein und seine Ziele einsetzen. Aber: so manches Projekt und manche gute Idee kann nicht (oder nur sehr langsam) realisiert werden – weil die notwendigen Personalressourcen fehlen. Der Verein und seine Projekte haben eine Größe erreicht, in der z. B. neben freiwilliger (und letztlich auch unverbindlicher) Mitarbeit zunehmend Menschen gebraucht werden, die – in Zusammenarbeit mit dem Vorstand – verantwortlich die Leitung von Projekten übernehmen. Und auch die Vergabe kostenpflichtiger Leistungen an Dritte muss inhaltlich vorbereitet, betreut und abgenommen werden. 

Wo wollen wir hin? Im Ergebnis der Diskussion haben wir (neben der Arbeit an kleineren Baustellen) vier uns wichtige Ziele identifiziert, die wir für den Verein erreichen wollen: 

1. eine bessere Planung und Organisation unserer Freiwilligenarbeit („Freiwilligenmanagement“) u. a. zur Unterstützung bestehender, zum Aufbau neuer Projektteams und insbesondere der Verzahnung dieser.

2. eine den heutigen Anforderungen und Möglichkeiten entsprechende Präsentation des Vereins und seiner Angebote (u. a. Neu-Design der Website), 

3. die Integration aller in unseren Projekten vorhandenen genealogischen Daten in Gedbas4all (realisiert bereits bei den offline erfassten Historischen Adressbüchern, in nächsten Schritten geplant für die Verlustlisten, Totenzettel und Familienanzeigen) und schließlich 

4. die Rechtskonformität der Vereinstätigkeit speziell im Hinblick auf urheberrechtliche und datenschutzrechtliche Anforderungen (ein weiteres Gerichtsurteil gegen uns möchten wir vermeiden!).

Die Klausursitzung zeigte wieder, dass die Arbeit im Vorstand durch Sachorientiertheit und gegenseitige Wertschätzung bei gleichzeitiger Einbringung unterschiedlicher Perspektiven und Fähigkeiten geprägt ist. Dies ist auch die Voraussetzung dafür, die ehrenamtliche Vorstandstätigkeit neben den individuellen beruflichen und familiären Verpflichtungen (und anderen persönlichen Interessen) leisten zu können. Noch mehr aber als in der Vergangenheit brauchen wir Eure Unterstützung, damit wir den Verein, seine Projekte und Angebote weiterentwickeln können!

In den nächsten Wochen werden wir die anstehenden Aufgaben präzisieren und dann mit konkreten Unterstützungsvorschlägen auf Euch zugehen. Auch unsere Mitgliederversammlung in Koblenz möchten wir für den Auf- und Ausbau persönlicher Kontakte in unserem sonst oft "virtuellen" Verein nutzen und laden Euch dazu noch einmal herzlich ein!

hinten, v.l.n.r. Uwe Baumbach, Susanne Nicola, Jesper Zedlitz, Thekla Kluttig, Marie-Luise Carl, Klaus-Peter Wessel
vorne, v.l.n.r. Horst Reinhardt, Doris Reuter, Andreas Job, Timo Kracke, Günter Junkers


Euer Vorstand


Interessante Entwicklungen in der GEDBAS-Nutzung

11.03.2016

Diagram mit Statistik zu GEDBASEin Blick auf die Statistik bei GEDBAS zeigte heute, dass die Zahl von 15 Millionen Personen überschritten wurde. Das war Anlass, ein paar Diagramme zu den in GEDBAS enthaltenen Daten zu erstellen. Dabei sind ein paar interessante Entwicklungen zu Tage getreten, die sich in den letzten zehn Jahren vollzogen haben.

Projektinformation *Grabsteine* 02/2016

31.01.2016

Auch in den Wintermonaten sind die Mitarbeiter vom Grabstein-Projekt aktiv und erstellen die Dokumentationen ihrer Friedhöfe.

So wurden im Januar 2016 die Grabsteine von insgesamt 41 Friedhöfen fotografiert und die Grabsteininschriften erfasst.

Neu im Projekt sind die Fotos, Namen und Daten von Friedhöfen folgender Regionen:
Augsburg, Bad Camberg, Bielefeld, Borken, Dithmarschen, Dortmund, Fulda, Hamburg-Ohlsdorf, Kiel, Lauterbach, Oberkochen, Oberspreewald, Plön, Segeberg und Meerbusch.

Außerdem bereichern Beiträge von ehemaligen deutschen Friedhöfen in Westpommern/Polen und Ostböhmen/Slowakei die Datenbank.

Eine Kooperation mit der Vereinigung der Familienforscher Memelland wird angestrebt, der erste kleine Friedhof in Litauen ist bereits veröffentlicht. http://grabsteine.genealogy.net/cemlist.php?v=memelland

Ständig werden zahlreiche virtuelle Friedhöfe aktualisiert.  Die Fotografen besuchen nach Ablauf einer selbst gesetzten Frist die Friedhöfe noch einmal und dokumentieren die zwischenzeitlich neu aufgestellten Grabsteine. Es kann sich lohnen die Datenbank *Grabsteine* immer mal wieder zu durchsuchen.

Holger Holthausen

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